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Winddruck und Windkraft berechnen

Geschwindigkeitsdruck aus Windgeschwindigkeit (q = ½·ρ·v²), Flächendruck und Kraft mit Ihrem Expositionsfaktor, Druckbeiwert und Strukturbeiwert. Auch Geschwindigkeit aus Druck.

Wie wird Winddruck berechnet?

Wird bewegte Luft an einer Fläche abgebremst, entsteht der Geschwindigkeitsdruck q = ρ × v² / 2. Dabei ist ρ die Luftdichte (etwa 1,25 kg/m³) und v die Windgeschwindigkeit in m/s. Das Ergebnis steht in N/m², also Pascal. Der Druck wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit. Doppelte Geschwindigkeit ergibt vierfachen Druck.

Bei 30 m/s (108 km/h) gilt q = 1,25 × 30² / 2 = 562,5 N/m², etwa 0,56 kN/m².

Vom Geschwindigkeitsdruck zur Flächenkraft

Der Druck auf eine reale Fläche entspricht nicht dem Geschwindigkeitsdruck. Drei Anpassungen sind erforderlich:

  • Expositionsfaktor (c_e): Die Basiswindgeschwindigkeit der Normen ist die mittlere Geschwindigkeit in 10 m Höhe in offenem Gelände. Mit Böen und Höheneinfluss kann der Böengeschwindigkeitsdruck ein Mehrfaches betragen.
  • Druckbeiwert oder Kraftbeiwert (c_p): Er hängt von Flächenform und Windrichtung ab. Auf der windzugewandten Seite ist er positiv (Druck), auf der windabgewandten Seite und dem Dach meist negativ (Sog).
  • Strukturbeiwert (cs·cd): Er berücksichtigt Größe und dynamisches Verhalten des Tragwerks.

Die Kraft beträgt F = c_s·c_d × c_p × q_p × A, mit A als Bezugsfläche senkrecht zum Wind.

Beispiel

Eine Basiswindgeschwindigkeit von 28 m/s ergibt q = 490 N/m². Mit Expositionsfaktor 2,1 beträgt der Böengeschwindigkeitsdruck 1029 N/m². Eine Tafel mit 12 m² und Kraftbeiwert 1,3 trägt dann 1,029 × 1,3 × 12 = 16,05 kN.

Grenzen

Das Werkzeug wertet die Formel aus. Es wählt keine Beiwerte. Expositionsfaktor, Druckbeiwert und Strukturbeiwert stehen in einer Norm wie EN 1991-1-4 in Abhängigkeit von Geländekategorie, Höhe und Gebäudeform. Ihre Wahl kann das Ergebnis um ein Mehrfaches verändern. Alle Beiwerte bei 1 zu belassen ist meist unsicher. Nutzen Sie das Ergebnis für eine erste Einschätzung.

Häufige Fragen

Wie berechnet man Winddruck aus der Windgeschwindigkeit?

Bei einer beispielhaften Windgeschwindigkeit von 30 m/s und Luftdichte von 1,25 kg/m³ ergibt die halbe Dichte mal dem Quadrat der Geschwindigkeit einen Geschwindigkeitsdruck von 562,5 N/m². Dieser vorläufige Wert ist der Geschwindigkeitsdruck. Für den Bemessungsdruck auf der Fläche müssen Expositionsfaktor, Druckbeiwert und Strukturbeiwert passend zu den tatsächlichen Bedingungen gesondert gewählt werden.

Mit diesen Werten berechnen

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