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Saha Hesap

Bearbeitungszeit beim Fräsen, Drehen und Bohren

Schätzen Sie die Hauptzeit aus Verfahrweg, Vorschub und Anzahl der Durchgänge oder Bohrungen. Ergänzen Sie die gemessene Nebenzeit.

Bearbeitungszeit abschätzen

Bei konstantem Vorschub ist die Hauptzeit der gesamte Vorschubweg geteilt durch die Vorschubgeschwindigkeit. Verwenden Sie beim Fräsen die tatsächliche Bahn der Werkzeugmitte. Beim Längsdrehen ergibt Vorschub je Umdrehung mal Spindeldrehzahl die axiale Vorschubgeschwindigkeit. Dieselbe Beziehung gilt beim Bohren. Bei 100 mm je Minute benötigen 20 mm Bohrtiefe und 5 mm Zugabe zusammen 15 Sekunden. Vier gleiche Bohrungen benötigen eine Minute Hauptzeit.

Hauptzeit und Zykluszeit

Bohrerspitze, Durchbruchzugabe und Anfahrbewegung verändern den gesamten Vorschubweg. Entnehmen Sie diese Wege dem Arbeitsplan. Beladen, Werkzeugwechsel, schnelle Rückzüge, Rückzüge beim Tiefbohren und Verweilen benötigen zusätzliche Zeit. Die Nebenzeit gilt für den gesamten Auftrag und wird nur einmal addiert. Berechnen Sie Vorgänge mit unterschiedlichen Wegen oder Vorschüben einzeln und addieren Sie anschließend deren Zeiten.

Einheiten und Wiederholungen prüfen

Verwechseln Sie Vorschubgeschwindigkeit nicht mit Schnittgeschwindigkeit. Maßgebend ist hier der Bearbeitungsweg je Zeiteinheit. Beim Drehen und Bohren ergibt Vorschub je Umdrehung mal Drehzahl diese Geschwindigkeit. Zahnvorschub ist keine gleichwertige Eingabe.

Ein Fräsweg betrage beispielsweise 80 mm mit 10 mm zusätzlichem Vorschubweg bei 180 mm/min. Ein Durchgang dauert (80+10)/180 = 0,5 Minuten oder 30 Sekunden. Drei gleiche Durchgänge ergeben 1,5 Minuten Schnittzeit. Weitere 30 Sekunden Nebenzeit für den gesamten Auftrag ergeben insgesamt 2 Minuten. Multiplizieren Sie die Nebenzeit nicht erneut mit drei.

Der Zusatzweg wird im Beispiel mit Vorschubgeschwindigkeit zurückgelegt. Dieselbe Geschwindigkeit für eine Eilgangannäherung anzusetzen kann falsch sein. Bewerten Sie andere Bewegungen getrennt und geben Sie ihre gesamte Nebenzeit ein. Bei ungleichen Durchgängen sind getrennte Berechnungen besser nachvollziehbar als ein mittlerer Weg. Prüfen Sie vor der Kapazitätsplanung, ob Spannzeiten und Prüfzeiten tatsächlich enthalten sind.

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