Zum Inhalt springen
Saha Hesap

Dämmstärke berechnen

Dämmstärke für einen Zielwert des Wärmedurchgangs oder zulässigen Wärmeverlust: d = λ × (1 / U_target − R_existing). Mit Aufrundung auf lieferbare Dicke und neuem Wärmedurchgang.

Wie wird die Dämmstärke berechnet?

Der Wärmedurchgangskoeffizient bestimmt den Wärmeverlust durch Wand, Dach oder Boden. Für den Zielwert muss der gesamte Wärmewiderstand 1 / U_target betragen. Nach Abzug des vorhandenen Widerstands muss die Dämmung den Rest liefern:

d = λ × (1 / U_target − R_existing)

λ bezeichnet die Wärmeleitfähigkeit der Dämmung und R_existing den Gesamtwiderstand des ungedämmten Bauteils einschließlich Wärmeübergangswiderständen. Bei bekanntem vorhandenem Wärmedurchgang gilt R_existing = 1 / U_existing.

Beispiel

Eine ungedämmte Wand mit 1,2 W/(m²·K) soll mit einem Dämmstoff von 0,04 W/(m·K) auf 0,5 W/(m²·K) gebracht werden. Der Zusatzwiderstand beträgt 1 / 0,5 − 1 / 1,2 = 2,00 − 0,83 = 1,17 m²·K/W. Daraus folgt die Dicke 0,04 × 1,17 = 0,047 m, also 47 mm. Gewählt wird eine Platte mit 50 mm. Sie ergibt 0,48 W/(m²·K). Der Wärmestrom durch die Wand sinkt um 60 %.

Halbiert die doppelte Dicke den Verlust?

Nein. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist der Kehrwert des Gesamtwiderstands. Jeder zusätzliche Zentimeter bringt daher weniger als der vorherige. Bei der beschriebenen Wand verringern die ersten 5 cm den Verlust um 60 %, die nächsten 5 cm bringen nur weitere 15 Prozentpunkte. Die optimale Dicke ergibt sich aus Investition und Energieeinsparung.

Woher kommt der Zielwert?

Nationale Bauvorschriften und Energievorschriften legen Höchstwerte für Bauteile fest, meist nach Klimazone. Dieser Rechner enthält keine Grenzwerttabelle. Entnehmen Sie den aktuellen Wert den geltenden Vorschriften oder der Projektbeschreibung und geben Sie ihn ein.

Grenzen

Die Berechnung gilt für ebene Flächen mit durchgehender Dämmung. Betonbauteile, Befestigungen und Fensterlaibungen bilden Wärmebrücken und erhöhen den tatsächlichen Wärmedurchgang. Kondensationsrisiko, Brandklasse und Feuchteverhalten sind ebenso wichtig wie die Dicke und müssen gesondert untersucht werden.

Häufige Fragen

Wie dick sollte die Dämmung sein?

Ein vorhandener Wärmedurchgang von 1,6 W/(m²·K), ein Zielwert von 0,4 W/(m²·K) und eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K) ergeben theoretisch 6,563 cm Dämmstärke. Aufgerundet auf ein Produktraster von 10 mm werden 7 cm gewählt. Die Zielwerte sind Beispiele und keine gesetzlichen Grenzwerte. Wärmebrücken und Feuchteeinflüsse sind gesondert zu prüfen.

Mit diesen Werten berechnen

Ähnliche Rechner

Fehler entdeckt oder etwas vermisst?

Wenn ein Wert falsch erscheint, eine Abmessung fehlt oder Sie eine Funktion benötigen, schreiben Sie uns. Wir beheben das Problem.

Nachricht senden